Am letzten Mai-Wochenende ist ein Großteil der Jugendgruppe zum ersten

Selbstverteidigungs- & Selbstbehauptungs-Gasshuku (jap. für Trainingslager)

nach Bochum aufgebrochen.

Dort angekommen gab es eine kurze Einführung in die Tagesplanung. Es gab 3 Hallen, in denen die Referenten und Ausbilder des DKV,  Wolfgang Henkel, Jürgen Kestner, Sven Burkard, Willm Wöllgens und Tim Jahn, mit einem umfangreichen Programm auf uns warteten.

Zur ersten Einheit hatte es dem Großteil unserer 17-köpfigen Gruppe die Halle 3 angetan, in der Parkour auf dem Programm stand. (Wem der Begriff nicht geläufig ist, mag ihn bitte bei youtube eingeben). In dieser ersten Einheit wurde auf die Grundzüge des Parkour-Trainings eingegangen und geübt, die vorbereiteten Hindernisse möglichst effizient zu überwinden. Wer sich nun fragt, „Was hat denn Parkour mit Selbstverteidigung zu tun?“ [diese Frage hatte ich mir auch gestellt], dem sei gesagt, dass Flucht innerhalb der Selbstverteidigung eine nicht zu unterschätzende Option darstellt, die nun hier trainiert wurde.

Im Laufe des Tages wurden die Parkour-Basics dann mit weiteren Selbstverteidigungselementen angereichert. Bspw. wurde das Befreien aus Umklammerungen, die Abwehr von Schlagangriffen und auch ein Messerangriff – immer gefolgt von einer, für den Zuschauer spektakulären Verfolgungsjagd über die Hindernisse – trainiert. (Ausschnitte und Bilder findet ihr ihr unten und auf unserer FB-Präsenz)

In den anderen Hallen gab es eine bunte Auswahl von Selbstverteidigungs- & Selbstbehauptungs-Basics. Angefangen über die Konfliktvermeidung auf verbaler Ebene, weiter über die Schnittstelle zwischen Selbstbehauptung und Selbstverteidigung („Wann kann ich mich nicht mehr mit Worten wehren?“) bis zur finalen nonverbalen Konfliktlösung. Hierbei wurden immer wieder Rollenspiele als das Mittel der Wahl verwendet. Für die ambitionierten Karateka unter uns (ja, auch die gab es), waren dann die Einheiten bei Jürgen (Verteidigung gegen mehrere Angreifer und Verhalten bei Überraschungsangriffen) das Richtige. Dort ging es dann auch schon mal was ruppiger zu.

Es gab – so glaube ich – keinen, der am Ende dieses Tages noch über ausreichende Reserven verfügte.

Ein Highlight, dem ich beiwohnen durfte, war die Schlusseinheit in Halle 1, Selbstbehauptung- & verteidigung für Frauen und Mädchen. Denn in dieser Einheit hatten die Trainierenden die Möglichkeit, ohne „angezogene Handbremse“ ihre erlernten Techniken an Willm auszuprobieren, der sich für diesen Anlass in eine fast 15kg schwere Selbstverteidigungsrüstung gezwängt hatte.  Erfreulicherweise machten einige unserer Mädels davon Gebrauch, da diese Möglichkeit nicht alltäglich ist.

Alles in allem glaube ich, dass es den Mitgereisten gefallen hat, wenn ich mir die Gesichter anschaue, und wir das ein oder andere bei uns im Training wiederholen werden. 

Das Minimalziel – alle vollzählig und gesund nach Hause zu bringen – wurde erreicht ;-).

Abschließend möchten wir dem Verein danken, der uns durch seine Unterstützung dieses Erlebnis mit ermöglicht hat.

Dirk

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Glück gehabt!!

Mein SV Stufe I Kurs stand unter keinem guten Stern. Trotz zeitiger Anmeldung kam die enttäuschende Meldung vom DKV "Kurs ist ausgebucht". Doch Glück muss man haben. Knapp zwei Wochen vor dem Lehrgang kam die Mail " Sie können per Nachrücker teilnehmen". Hah, wer sagt's denn.

Kurze operative Hektik denn ein polizeiliches Führungszeugnis musste in der Kürze organisiert werden. Am 18.05. fuhr ich mit großer Vorfreude zur Sportschule nach Hennef. Pünktlich zu Beginn war die Judohalle mit 56 Teilnehmern gefüllt. Der Teilnehmerkreis erstreckte sich über fast alle Altersgruppen hinweg, Graduierungen von 1.Kyu bis 4.Dan, Frauen und Männer. Nach kurzer Begrüßung durch das Ausbilderteam Sven Burkhardt, Willm Wöllgens und Jürgen Kestner wurde schnell klar; die Gruppe bestand zu grossen Teilen nicht aus " Ersttätern".Ein hohes Niveau an Vorkenntnissen war zu sehen.

Entsprechend zügig ging es zur Sache. Das Ausbilderteam hielt das Tempo hoch und vermittelte hochqualifiziertes Wissen. Flowdrills am laufenden Band mit stetig wechselnden Partnern. Immer wieder wurden grundsätzliche Karateprinzipien deutlich wie z.B. Geschwindigkeit durch Lockerheit, Härte durch möglichst kurze Spannungsphasen. Stände wie Zenkutsu Dachi/ Kokutsu Dachi doch nicht in der stilisierten Kihon Form des Shotokan, sondern deutlich kürzer und damit tauglich. Das "kleben" am Gegner. Mehrfach-Schlagsequenzen als Konter, liebevoll von Jürgen "gebt ihm die Flatrate" genannt. Schwächung des Gegners durch Stimulation vom Vitalpunkten und Nutzung von sensorischen Reizen.

Das Schulungsprogramm war straff organisiert und stellte hohe konditionelle als auch mentale Ansprüche. Highlight war der zweigeteilte Abschlussparcour am Samstagabend bestehend aus Fitness- Reaktionsmodulen und Szenarientraining im Flurbereich. Hier gab es dann reichlich Bodyfeedback….

Abgerundet wurde die Ausbildung am Sonntag durch die Beleuchtung der rechtlichen Aspekte der Paragraph 32/ 33 StGB (Notwehr/Nothilfe). Zum Abschluss erfolgte die Übergabe der Lizenzen an die Teilnehmer. Das Ganze macht definitiv Appetit auf mehr. Es gibt ja noch die Möglichkeit des Nachschlags mit Stufe II und III.

Der Verein Karate-Do Overath bietet wieder einen Anfängerkurs für Späteinsteiger in Overath an. Wer Fitness, Konzentration, Beweglichkeit, Ausdauer mit Spaß in angenehmer Trainingsatmosphäre trainieren möchte, ist sehr zum kostenlosen Probetraining willkommen.

Karate-Do ist eine jahrhundertalte Kampfkunst, die in den letzten Jahren in Deutschland als Gesundheitssport anerkannt wurde. Durch Übungen in der Gruppe, Paarübungen und Selbsttraining unter erfahrener Anleitung kann Konzentration, Körperbewusstsein und Meditation in Bewegung erfahren und erlernt werden.

Rudolf Riegauf, 7. Dan mit über 30-jähriger Trainererfahrung und Vorsitzender des Overather Karatevereins hat langjährig die Verbandsarbeit in NRW mitgeprägt und vielfältige eigene Wettkampferfahrung. Er wird im Verein unterstützt durch ein fachlich sehr gut ausgebildetes und kompetentes Trainerteam.

Start des neuen Kurses ist am 28. Mai 2017 in der Sporthalle der Gemeinschaftshauptschule Klarenberg, Franz-Becher-Str. 12-14 in Overath. Beginn ist um 11:00 Uhr. Bequeme Kleidung ist empfehlenswert, ein Karate-Anzug ist für den Anfang nicht notwendig.

Prüfung Ralf

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