Bereits zum 6. Mal fand die Bergische 50 statt und Jürgen hat zum 5. Mal dran teilgenommen.

Wie in 2021 war der Start in Wipperfürth und führte zuerst in Richtung und dann vorbei an der Bevertalsperre. Die 50 km - Runde (dieses Jahr gab es erstmals auch eine 25 km - Runde) führte weiter ins Oberbergische über den Scheuerberg, den Röhtlingsberg und einige andere Berge bis nach Egen zur großen Verpflegungsstation. Einige Bereiche waren durch Waldarbeiten und schweres Gerät mit so tiefen Furchen und durch die Trockenheit sehr harten Boden als Läufer sehr schwierig zu bewältigen. Von Egen ging es dann mehrheitlich über gepflasterte Wege zurück nach Wipperfürth. Die 50 km - Runde hatte bei Kilometer 45 eine extra Schleife um die Neyetalsperre zu bewältigen, wobei es erst zu Staumauer runter ging und bei Kilometer 47 gute 60 Höhenmeter hinauf geht (der letzte Berg). Gut, dass es danach nur noch bergab zum Ziel ging.

Das Wetter war zum Laufen optimal. Es war trocken und auch mittags bei sehr starkem Wind und 17 Grad nicht zu warm. Lediglich die 4 Grad morgens um 7 Uhr im Startblock waren mit kurzer Hose doch sehr frisch.

Da ich meine Vorbereitung aufgrund einer hartnäckigen Erkältung um 3 Wochen unterbrechen musste, hatte ich mir die 3 1/2  verbleibenden Wochen vor dem Start vom Training genau eingeteilt, um gut vorbereitet aber auch nicht übertrainiert an den Start zu gehen. In meinem Alter sind die Pausen zwischen dem Training mindestens genauso wichtig wie das Training selbst. Zusätzlich war ich wegen der Corona-Wirren der letzten Jahre seit 2019 keinen Marathon oder ähnlich lange Strecken gelaufen. Da musste ich erstmal wieder das Vertrauen finden, dass ich 50 km immer noch bewältigen kann. Ich hatte mir eine Zielzeit von 6:30 bis 7 Stunden gesetzt. Da ich wusste, dass ich am Ende bestimmt langsamer werde, bin ich mit einem 6:50er Schnitt für die ersten 10 Kilometer losgelaufen (das fühlt sich bei 4 Grad noch langsamer an ;-)). Dabei bin etwa einen 6er-Schnitt gelaufen und die steileren Berge hoch gegangen. Diesen Mix konnte ich bis Kilometer 20 durchziehen. Danach bin ich etwas langsamer geworden, weil ich natürlich bei so langen Strecken eine Menge Nahrung und Flüssigkeit zu mir nehmen musste. Das verlangsamte meinen Schnitt auf 7:40 bis 8:00 (dafür habe ich aber leckere Nudeln mit einer salzigen Tomatensoße gegessen ;-)). Insgesamt bin ich so auf einen 7:30er-Schnitt gekommen und nach 6:21:52 Stunden im Ziel angekommen. Toll, dass ich mal wieder eine so lange Strecke geschafft habe.

Im Ziel wurde ich von Michael und Sarah erwartet. Michael ist als erster über die 50 km nach 4 Stunden im Ziel angekommen. Sarah hat die 25 km als Erste nach 2:27 Stunden bewältigt und das obwohl sie sich einmal verlaufn hat und deshalb ca. 2 km zuviel gelaufen ist. Großes Lob an die beiden. Das sind schon klasse Zeiten, die nicht viele erreichen.

Ich freue mich schon auf das nächste Jahr.

Ergebnis
Bergische 50 2022 Ergebnis

Bilder
Bergische 50 2022 Vor dem StartBergische 50 2022 Motivation

Back to top