Glück gehabt!!

Mein SV Stufe I Kurs stand unter keinem guten Stern. Trotz zeitiger Anmeldung kam die enttäuschende Meldung vom DKV " Kurs ist ausgebucht". Doch Glück muss man haben. Knapp zwei Wochen vor dem Lehrgang kam die Mail " Sie können per Nachrücker teilnehmen ". Hah wer sagt's denn.

Kurze operative Hektik denn ein polizeiliches Führungszeugnis musste in der Kürze organisiert werden. Am 18.05. fuhr ich mit grosser Vorfreude zur Sportschule nach Hennef. Pünktlich zum Beginn war die Judohalle mit 56 Teilnehmern gefüllt. Der Teilnehmerkreis erstreckte sich über fast alle Altersgruppen hinweg, Graduierungen von 1.Kyu bis 4.Dan, Frauen und Männer. Nach kurzer Begrüßung durch das Ausbilderteam Sven Burkhardt, Willm Wöllgens und Jürgen Kestner wurde schnell klar; die Gruppe bestand zu grossen Teilen nicht aus " Ersttätern".Ein hohes Niveau an Vorkenntnissen war zu sehen.

Entsprechend zügig ging es zur Sache. Das Ausbilderteam hielt das Tempo hoch und vermittelte hochqualifiziertes Wissen. Flowdrills am laufenden Band mit stetig wechselnden Partnern. Immer wieder wurden grundsätzliche Karateprinzipien deutlich wie z.B. Geschwindigkeit durch Lockerheit, Härte durch möglichst kurze Spannungsphasen. Stände wie Zenkutsu Dachi/ Kokutsu Dachi doch nicht in der stilisierten Kihon Form des Shotokan sondern deutlich kürzer und damit tauglich. Das "kleben" am Gegner. Mehrfach-Schlagsequenzen als Konter, liebevoll von Jürgen "gebt ihm die Flatrate" genannt. Schwächung des Gegners durch Stimulation vom Vitalpunkten und Nutzung von sensorischen Reizen.

Das Schulungsprogramm war straff organisiert und stellte hohe konditionelle als auch mentale Ansprüche. Highlight war der zweigeteilte Abschlussparcour am Samstagabend bestehend aus Fitness- Reaktionsmodulen und Szenarientraining im Flurbereich. Hier gab es dann reichlich Bodyfeedback….

Abgerundet wurde die Ausbildung am Sonntag durch die Beleuchtung der rechtlichen Aspekte der Paragraph 32/ 33 StGB (Notwehr/Nothilfe). Zum Abschluss erfolgte die Übergabe der Lizenzen an die Teilnehmer. Das Ganze macht definitiv Appetit auf mehr. Es gibt ja noch die Möglichkeit des Nachschlags mit Stufe II und III.

Der Verein Karate-Do Overath bietet wieder einen Anfängerkurs für Späteinsteiger in Overath an. Wer Fitness, Konzentration, Beweglichkeit, Ausdauer mit Spaß in angenehmer Trainingsatmosphäre trainieren möchte, ist sehr zum kostenlosen Probetraining willkommen.

Karate-Do ist eine jahrhundertalte Kampfkunst, die in den letzten Jahren in Deutschland als Gesundheitssport anerkannt wurde. Durch Übungen in der Gruppe, Paarübungen und Selbsttraining unter erfahrener Anleitung kann Konzentration, Körperbewusstsein und Meditation in Bewegung erfahren und erlernt werden.

Rudolf Riegauf, 7. Dan mit über 30-jähriger Trainererfahrung und Vorsitzender des Overather Karatevereins hat langjährig die Verbandsarbeit in NRW mitgeprägt und vielfältige eigene Wettkampferfahrung. Er wird im Verein unterstützt durch ein fachlich sehr gut ausgebildetes und kompetentes Trainerteam.

Start des neuen Kurses ist am 28. Mai 2017 in der Sporthalle der Gemeinschaftshauptschule Klarenberg, Franz-Becher-Str. 12-14 in Overath. Beginn ist um 11:00 Uhr. Bequeme Kleidung ist empfehlenswert, ein Karate-Anzug ist für den Anfang nicht notwendig.

Prüfung Ralf

Nachdem ich letztes Jahr nicht am Internationalen Biesfelder Dorflauf in Kürten teilnehmen konnte, weil ich in der Vorbereitungsphase für eine nicht unwichtige Karate-Prüfung steckte, stand dieses Jahr beim 13. Internationalen Biesfelder Dorflauf das volle Programm an. Das bedeutet 5 km zum Start laufen, dann der 5 km Lauf, auf dem 110 Höhenmeter zu bewätligen sind. Nach einer halben Stunde Pause geht es dann auf in die doppelte Runde über 10 km mit 220 Höhenmetern und danach zum Auslaufen nach Hause wieder 5 km. Insgesamt also gute 25 km unter dem offiziellen Laufmotto "Flach ist woanders!".

Unterstützung habe ich wieder von meinem Sohn Cedric erhalten. Gemeinsam konnten wir größtenteils trocken die Läufe absolvieren. Beim Lauf zum Start sind wir gemütlich gelaufen und konnten uns noch sehr gut unterhalten. Während des 5 km Laufes gab es schon nichts mehr zu reden, spätestens am ersten Berg kurz nach dem Start habe ich allen Sauerstoff für meine Muskeln gebraucht. Wir wollten den Laufevent zwar nur als längere Trainingsrunde sehen, aber wenn man erst mal im Läuferfeld ist, wird es dann meistens doch ein bisschen schneller. So sind wir bei 26:41 bzw. 27:01 ins Ziel gekommen. So schnell laufen wir bei einer 25 km Runde sonst nicht.

In der halben Stunde Pause haben wir von Daria und Svenja ausreichend Nahrung und Zuspruch erhalten, sodass wir gut gestärkt auf die 10 km Strecke gehen konnten. Bis km 6 konnte ich Cedric folgen, dann kam wieder der steile Berg, an dem ich etwas abreißen lassen musste. Ich konnte die Distanz danach zwar noch mal etwas verkürzen aber so ganz bin ich nicht mehr ran gekommen. Wir sind bei 55:35 und 55:47 ins Ziel gekommen. 

Nach einer kleinen Stärkung und viel Flüssigkeit ging es auf die letzten 5 km. Und da habe ich dann deutlich gemerkt, dass ich die vorangegangen 20 km nicht so gleichmäßig wie bei einem Marathon gelaufen bin, sondern eher zwei Wettkämpfe hinter mir hatte. Was mir weitergeholfen hat, war die Aussicht auf ein gemütliches Grillen Zuhause mit riesigen Steaks, um den Kalorienverlust wenigstens ein bisschen auszugleichen.

Wer also mal eine läuferische Herausforderung mit vielen Bergen sucht, ist im Mai in Kürten-Biesfeld herzlich willkommen.

 

Biesfelder Dorflauf 2017 2

Biesfelder Dorflauf 2017 3

 

 

Back to top